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Vorzeigemodell für Güterverkehrsdienstleistungen im Oberen Gailtal auf Schiene

09.10.2009

Neue, mit der verladenden Wirtschaft abgestimmte, Angebotsstruktur sichert die Flächenversorgung bis nach Kötschach/Mauthen

Rail Cargo Austria betreibt in Österreich eines der dichtesten Bediennetzwerke für den Güterverkehr in ganz Europa. Rund 540 Abfertigungsstellen bei 5.700 km Streckenlänge bieten eine flächendeckende Versorgung mit Schienengüterverkehrsdienstleistungen.

„Damit dieses Service auch funktioniert, muss das Netz atmen können, um sich an veränderte Logistikströme anzupassen. Wenn Wirtschaft, Politik und Logistik bei der Planung dieser Transportwege partnerschaftlich und lösungsorientiert zusammenarbeiten, können die besten Ergebnisse für alle Beteiligten erzielt werden. Die Schienengüterverkehrsplanung im Oberen Gailtal ist dafür das beste Beispiel“, erklärt Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria.

Schienengüterverkehr nach Kötschach/Mauthen bleibt weiter aufrecht

Ab kommenden Fahrplanwechsel am 13.12.2009 ändert Rail Cargo Austria in enger Abstimmung mit der verladenden Wirtschaft die bisherige Abwicklungssystematik im oberen Gailtal. Kötschach/Mauthen bleibt als Güterverkehrsstandort weiter bestehen und wird im Österreichischen Gütertarif ab 13.12.2009 mit der Kennziffer B2 versehen. Das bedeutet, dass die Bedienung der Verladestelle, nach vertraglicher Fixierung und der Neuregelung der Kostenverantwortung unter allen Beteiligten, bei Bedarf weiter aufrecht bleibt. Noch im Oktober soll eine solche Vereinbarung zwischen Rail Cargo Austria und den betroffenen Wirtschaftsbetrieben abgeschlossen werden. „Die nachhaltige Absicherung dieser Flächenversorgung ist uns ein besonderes Anliegen“, stellt RCA-Produktionschef Schiene Reinhard Wallner fest, „das im oberen Gailtal ab Mitte Dezember umzusetzende Modell ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass auch schwach frequentierte Verladestellen im Netz weiter bestehen bleiben können.“

Bessere Bündelung der Gütertransporte

Die im Frühjahr 2009 vereinbarten Maßnahmen konnten zwar das Ergebnis verbessern, aber nicht in dem Umfang, der für eine Absicherung des Schienengüterverkehrs im Gailtal notwendig gewesen wäre. „Dabei hat sich gezeigt, dass die Bündelung der Gütertransporte von großem Vorteil ist“, so Wallner, „gemeinsam mit den Wirtschaftstreibenden der Region soll diese Art der Transportsteuerung weiter entwickelt werden. Mit diesem Maßnahmenpaket stellt die Güterverladestelle Kötschach/Mauthen ein Vorzeigemodell auch für andere  Verladestellen in Österreich dar.“

Die Wirtschaftstreibenden der Region erklärten sich bereit, die Transporte auf das neue Bedienkonzept der Gailtalbahn im oberen Abschnitt noch besser abzustimmen und wollen alles daran setzen, die Beförderungsmengen noch besser zu bündeln, damit die Wirtschaftlichkeit der Güterbeförderung erreicht wird. Einig waren sich außerdem alle Beteiligten, dass der Güterverkehr auf der oberen Gailtalbahn langfristig nur mit mehr Fracht auf der Schiene, also mit einem zusätzlichen Umstieg vom LKW auf die Bahn, abzusichern sei. „Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Situation will sich Rail Cargo Austria gemeinsam mit der Wirtschaftskammer intensiv um Neukunden und damit um mehr Fracht auf der Schiene bemühen“, so Wallner abschließend.

Konstruktive Gespräche ermöglichen Lösung

In einem konstruktiven Arbeitsgespräch erörterten RCA-Produktionschef Schiene Prokurist Reinhard Wallner, LAbg. Siegmund Astner, Bgm. Walter Hartlieb, Wirtschaftskammerobmann KR Otmar Zankl, Wirtschaftskammergeschäftsführer Dr. Viktor Hanser und die betroffenen Wirtschaftsbetriebe der Region die Situation über die Neuordnung der RCA-Flächenbedienung im oberen Gailtal und einigten sich letztlich über diese Vorgangsweise.