Brenner-ROLA übertrifft Rekordbilanz aus dem Vorjahr
01.12.2009
- Mit Ende November bereits 210.000 LKW per Bahn über den Brenner
- ÖKOMBI peilt bis Jahresende neuen Rekordwert von 230.000 LKW an
- Kapazität wird im kommenden Jahr auf 300.000 Stellplätze ausgebaut
Die ÖKOMBI – eine 100 % Tochter der Rail Cargo Austria AG (Güterverkehrssparte des ÖBB-Konzerns) – ist der Experte und Marktführer in ganz Europa bei der Abwicklung der Rollenden Landstraße. Im vergangenen Jahr hat die ROLA auf der Brennerachse mit 206.000 beförderten LKW auf der Schiene einen Rekord aufgestellt. Mit Ende November wurde dieser Spitzenwert aus dem Vorjahr bereits übertroffen, denn 210.000 LKW fuhren in den letzen elf Monaten mit der Rollenden Landstraße durch Tirol – ein komfortabler Zuwachs von 10%. Insgesamt sind auf der Brennerachse derzeit 54 Züge täglich unterwegs (38 Wörgl – Brenner, 10 Wörgl – Trient, 6 Regensburg – Trient). Die durchschnittliche Auslastung der Züge lag im bisherigen Jahr bei guten 89 %, das bedeutet, dass neun von zehn freien Stellplätzen mit einem LKW belegt waren. Bis Ende des Jahres streben die Schienentransporteure von ÖKOMBI den neuen Rekord von 230.000 LKW an.
Marktanteil der ROLA am Transitverkehr über den Brenner beträgt 15%
Der Marktanteil der ROLA am gesamten Transitverkehr von schweren LKW über den Brenner liegt 2009 bei erfreulichen 15 %. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 10 %. In Summe stehen seit September 2009 jeden Tag über 1.000 LKW-Stellplätze auf den 54 Zügen der Brenner ROLA zur Verfügung – im gesamten Jahr 2009 waren es 280.000. Das SFV (sektorale Fahrverbot) der Stufe 3 sowie die umfassenden Marketingmaßnahmen und die gute Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen sorgen weiterhin für eine gute Auslastung. Für 2010 wird die Stellplatzkapazität auf 300.000 Plätze ausgeweitet. Damit sollte es möglich sein im kommenden Jahr auf über 250.000 auf der Rollenden Landstraße beförderte LKW, zu kommen. Franz Dirnbauer der Geschäftsführer der ÖKOMBI formuliert sein ehrgeiziges Ziel für das kommende Jahr: „Wir wollen auch 2010 mehr LKW per Bahn durch Tirol befördern und streben eine weitere Steigerung der Transporte von bis zu 10 % an.“ Die ROLA hat nach wie vor am Brenner eine sehr große Bedeutung, da rund 85 % der dort fahrenden LKW und Sattelauflieger nicht kranbar (kodifiziert) sind. Das bedeutet sie sind für eine Abwicklung im UKV (Unbegleiteter Kombinierter Verkehr wie Container oder Wechselaufbauten) nicht geeignet. Hier gibt es nur zwei Varianten – Straße oder ROLA.
Brenner-ROLA erspart der Tiroler Luft im heurigen Jahr rund 25.000 Tonnen CO2
Im Jahr 2009 werden so viele LKW wie nie zuvor auf der Brennerachse befördert und die RCA-Tochter kann ihre eindrucksvolle Marktführerrolle in Europa weiter ausbauen. Zuwächse auf der ROLA bedeuten gleichermaßen auch eine Entlastung für die Umwelt. Auf Basis einer Studie des Umweltbundesamtes, stößt ein 40-Tonnen-Lkw im Schnitt 813 Gramm CO2 pro Kilometer aus – so blieben im heurigen Jahr rund 25.000 Tonnen CO2 der Umwelt erspart – um 3.000 Tonnen mehr als 2008. Im Jänner 2010 wird ÖKOMBI allen Transportunternehmen, welche die ROLA 2009 genutzt haben, erstmals eine Auswertung über die dadurch ersparte CO2 Mengen zusenden. „Jeder voll beladene Zug erspart den Anrainern und der Umwelt eine bedeutende Menge an CO2. Die Fahrer der LKW können zudem während der Bahnfahrt im Liegewagen ausspannen und ihre gesetzlichen Ruhezeiten konsumieren. Auch für den Unternehmer ergeben sich mit Mautersparnis, Dieseleinsparung, geringere Abnützung gleich mehrere monetäre Vorteile bei jeder einzelnen ROLA-Fahrt“, so Franz Dirnbauer abschließend.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
