Nächster Sanierungsschritt RCA umgesetzt
06.04.2011
System für den nationalen Containerverkehr erfolgreich umgestellt – Auslastung von 70 Prozent
Nationale Containerverkehre auf der Bahn fahren seit Montag in einem neuen Shuttlesystem. Bereits nach den ersten drei Tagen zeigt die Auslastung der Intermodalzüge von rund 70 Prozent, dass das neue System vom Markt gut angenommen wird. Containerzüge werden im neuen System sternförmig in Wels zusammengeführt, wo die Container im Terminal umgeladen werden und von dort zum Zielterminal rollen.
Im Vorjahr nur einer von 32 Containern profitabel
Die finanzielle Situation der ÖBB-Güterverkehrssparte, RCA, ist angespannt. Nur wenn ein konsequenter Sanierungskurs gefahren wird, kann RCA nachhaltig auf ein gesundes wirtschaftliches Fundament gestellt werden. Im Sanierungsprogramm werden alle Verkehrsbereiche einer genauen Analyse unterzogen und die notwendigen Konsequenzen gezogen. Im Bereich der Containerverkehre brachte die Analyse das ernüchternde Ergebnis, dass im Vorjahr im nationalen Verkehr auf einen von RCA ertragreich transportierten Container 31 verlustbringende kamen. Nur 3,2 Prozent der auf der Schiene transportierten Container brachten RCA im nationalen Verkehr Profit.
Bis zu 15 Mio. Euro Kostensenkung pro Jahr durch neues System
Mit der Umstellung dieser Verkehre mit 4. April 2011 können die ÖBB den eigenen Kostenaufwand massiv senken und damit Preisanpassungen für die Kunden bei den Terminal-Verkehren im moderaten Bereich halten (2-15 %). Der Produktionsaufwand wird durch das neue, effiziente System jährlich um mehr als eine Million Zugkilometer reduziert. Das bedeutet, dass die ÖBB allein in diesem Marktsegment täglich um acht Lokomotiven inklusive Personal weniger im Einsatz halten müssen. Ebenso reduziert sich der Personalaufwand für VerschubmitarbeiterInnen. Bei einer künftigen Zugauslastung von 80 Prozent kann der nationale Intermodalverkehr langfristig angeboten werden, und das auf einer betriebswirtschaftlich gesunden Basis. Das neue System wird laufend optimiert werden, Kundenorientierung und Kostenoptimierung stehen hierbei an erster Stelle.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit
für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit konzernweit
rd. 42.500 MitarbeiterInnen (inkl. Lehrlinge 44.200) und Gesamterträgen von rd.
5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im
Jahr 2009 wurden von den
ÖBB 453 Mio. Fahrgäste und 120,3 Mio. Tonnen Güter
transportiert.
Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die
ÖBB-Holding AG.
